Formular
Ein Gedicht. Ausgangspunkt ist ein Formular — das Kästchen, das auf Antwort wartet.
Das Kästchen ist drei Zentimeter breit.
Vorname. Nachname. Geburtsdatum.
Ich passe hinein, sagt das Formular.
Die Auskunft bin ich.
Die Frau am Schalter hat schon dreimal
auf meinen Mund gewartet.
Ich habe den Satz noch nicht fertig gedacht.
Sie tippt ihn trotzdem ein.
Irgendwo speichert ihn jemand.
Irgendwo wird er gelesen,
vielleicht, von jemandem
der sich vorstellt wie ich aussehe.
Das Kästchen danach heißt Sonstiges.
Es ist leer.
Ich weiß nicht was dort hingehört.
Ich schreibe nichts.
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